Forschung in der Rehaklinik Zihlschlacht
Zur Überprüfung neuer medizinischer Behandlungsverfahren ist es unerlässlich, in wissenschaftliche Untersuchungen Patientinnen und Patienten einzubeziehen. Neben verschiedenen kleineren Projekten für Bachelor-, Master-, oder Diplomarbeiten von Praktikanten und Praktikantinnen werden an der Rehaklinik Zihlschlacht zwei kontrollierte Studien durchgeführt.
1. Kontrollierte Studie zum Nachweis der Wirksamkeit des Erigo in der frühen Rehabilitation bei Patienten nach CVI

Das Gerät Erigo ist ein Stehbrett mit integriertem Beinantrieb. Es wurde von der Firma Hocoma aus Volketswil entwickelt und wird bisher erfolgreich in der Rehabilitation von querschnittsgelähmten Patienten eingesetzt. Dass auch Patienten nach einem Schlaganfall von dieser neuen Therapiemethode profitieren, muss mit wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt werden. Schlaganfall-Patienten in der frühen Phase der neurologischen Rehabilitation erhalten über einen Zeitraum von vier Wochen einmal pro Tag eine Therapieeinheit auf dem Erigo.
Dies zusätzlich zu den üblichen Rehabilitationsmassnahmen. Vor, während und nach der vierwöchigen Intervention werden verschiedene Assessments und Tests durchgeführt.
(Link zum Download des pdf)
2. A Multi-Modal Awakening Controller for Vegetative Patients (AwaCon-Projekt)
Projektleiter: Prof. Dr. Ing. Robert Riener, ETH & University Zürich, riener@mavt.ethz.ch
Patienten im “vegetative state” und «minimal conscious state» können mit Hilfe des aktiven Stehbretts «Erigo» mobilisiert werden. Die Kombinationen von Vertikalisierung und Mobilisierung durch einen integrierten Beinantrieb zeigten erste positive Effekte bezüglich der Wachheit und Aufmerksamkeit dieser Patienten. Bisher sind keine Messgrössen bekannt, welche den Grad der Wachheit quantifizieren können. Zudem ist unerforscht, welche stimulierenden Modalitäten bedeutende Effekte auf den Gesundheitszustand der Patienten ermöglichen.
Ziel der Studie ist es, physiologische Messgrössen zu finden, welche Wachheit erfassen und quantifizieren. Langfristig können dadurch erhaltene Fähigkeiten gezielt gefördert werden, um so eine spezifische zielorientierte Therapiemethode für Wachkomapatienten zu ermöglichen.
Partner/Institutionen:
ETH Zürich:
Institut für Robotik und Intelligente Systeme (IRIS)
Labor für Sensomotorische Systeme
Universität Zürich:
Institut für Neuropsychologie und
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Kliniken:
HUMAINE Rehaklinik Zihlschlacht und
Landeskrankenhaus Hochzirl (Österreich)
Firma:
Hocoma AG, Volketswil
Weitere Informationen zur Studie 2 sind hier zu finden.



