Schluckstörungen – Dysphagie
Bei zahlreichen neurologischen Erkrankungen oder Schädigungen treten Schluckstörungen auf. Sie können lebensbedrohlich sein, wenn dadurch Speisen oder Flüssigkeiten in die unteren Atemwege gelangen (Aspiration). Vor allem vermindern sie aber die Lebensqualität, denn an die Stelle von Freude und Genuss an der gemeinsamen Mahlzeit treten Angst und Isolation.
Das Wiedererlangen der Fähigkeit ohne Aspiration zu essen und zu trinken ist deshalb in sehr vielen Fällen eines der grundlegenden Ziele während des Rehabilitationsaufenthalts.
Die Rehaklinik Zihlschlacht verfügt über spezifische strukturelle Voraussetzungen und ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Angebot zur Behandlung von Schluckstörungen.
Strukturelle Voraussetzungen:
- Fachärztinnen und -ärzte mit spezifischer Ausbildung und Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Schluckstörungen.
- Konsiliardienste und Kooperation mit Fachabteilungen ORL / Phoniatrie/ Gastroenterologie / Kieferorthopädie
- Logopädie, Pflege, Ergo- und Physiotherapie mit übergreifender, dem Störungsschwerpunkt angepasster Zusammenarbeit
- Ernährungsberatung
- Diätküche mit spezifischer Anpassung von Kostformen
Diagnostische Möglichkeiten:
- Spezifische klinische fachärztliche Untersuchung bei Behandlungsbeginn
- Klinische Schluckuntersuchung durch speziell ausgebildete Fachtherapeuten
- Apparative Untersuchungen: Videoendoskopie (intern/ konsiliarisch)
- Röntgen-Videofluoroskopie bei spezifischer Fragestellung (extern)
- Einbezug der ORL- bzw. Phoniatrie-Abteilung, Gastroenterologie
Therapie:
- Funktionelle Dysphagietherapie (FDT), Erarbeitung einer angepassten Körperhaltung, Schlucktechnik sowie selektiver facio-oraler und laryngo-pharyngealer Funtionen. Einsatz von Kompensationen, Stimulationstechniken. Erlernen von adäquatem Trink-, und Essverhalten.
- FOTT bei schwerst betroffenen Patienten in der Frührehabilitation
- Erarbeitung physiologischer Körperhaltung
- differenzierte Pharmakotherapie
- Elektrotherapie, Bio-Feedback (EMG)
Weitere Massnahmen:
- Notfallmanagement bei Aspiration
- Umgang mit Trachealkanülen und Stomapflege
- Versorgung mit Sonden (PEG/ transnasal)
- parenterale Ernährung
- standardisierte Dokumentation und Auswertung von Diagnosen, Befunden, Therapieverläufen und Resultaten bei Schluckstörungen
- Angehörigenberatung



