Ausscheidungsstörungen – Neurourologie


In der neurologischen Rehabilitation sind Ausscheidungsstörungen wie häufiger Harndrang, Harninkontinenz oder Restharn ein häufiger Grund, der die Rückkehr eines Patienten in sein gewohntes soziales Umfeld verhindert.

Zielsetzung der neurourologischen Therapie sind neben dem Wiedererlangen der Kontrolle über die Ausscheidungsfunktionen, die medizinische und psychologische Hilfestellung für Patienten und Partner sowie die Enttabuisierung dieser Thematik.

Die Rehaklinik Zihlschlacht verfügt über spezifische strukturelle Voraussetzungen und ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Angebot zur Behandlung von Ausscheidungsstörungen. 

 

Strukturelle Voraussetzungen:

 

  • Ärzteteam (Urologen und Allgemeinmediziner) mit spezifischer Erfahrung in der Neurorehabilitation

 

  • Fachspezialistenteam im medizinisch-technischen Bereich und in der Pflege

 

  • Psychologische Unterstützung der Patientinnen und Patienten sowie der Angehörigen

 

  • Standardisierte Dokumentation und Auswertung von Diagnosen, Befunden, Therapieverläufen und Resultaten bei Ausscheidungsstörungen

 

  • Dipl. Sexualpädagogin

 

 

Diagnostische Möglichkeiten:

 

  • Urodynamischer Messplatz

 

  • Urethroskopie und Cystoskopie

 

  • Beckenboden-Elektromyografie (EMG)

 

  • Sonografie

 

  • Röntgen

 

  • Labor

 

  • EMG-Biofeedback

 

  • Miktionsprotokolle

 

 

Therapie:

 

  • Systemische, spezifische urologische Pharmakotherapie

 

  • Intravesikale Instillationen von "Bio"-Derivaten zum Blasenschleimhautaufbau und zur Stärkung der Infektabwehr

 

  • Intravesikale Botox-Applikationen

 

  • Elektrostimulation transdermal u. intravesikal (Restharnbeseitigung)

 

  • Elektro-Akupunktur (Drangkontrolle)

 

  • Blasentraining (Verbesserung des Blasenfassungsvermögens)

 

  • Beckenbodentraining (EMG-Biofeedback zur Aktivierung des Schliessmuskels)

 

  • Versorgung mit geeigneten Hilfsmitteln und entsprechende Anleitung von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen.

 

  • Spezifische Verbesserung der Mobilität, z.B. Transfer auf die Toilette und Toilettenhygiene im Rahmen des interdisziplinären Therapieansatzes

 

  • Medizinische, psychologische und psychotherapeutische Unterstützung von Patienten und Angehörigen bei sexuellen Problemen (Sexualpädagogik)