Frührehabilitation I
Neurologische Reabilitation von schwerstgeschädigten Patientinnen und Patienten
Die Abteilung für Frührehabilitation I ist mit einem interdisziplinären Fachteam für Neurorehabilitation auf die bestmögliche funktionelle Förderung von schwerstgeschädigten Patientinnen und Patienten ausgerichtet.
Indikationen sowie Charakteristik der Patientinnen und Patienten
- Durch sensomotorische und / oder schwer psychomentale Einschränkungen in allen alltäglichen Verrichtungen weitgehend auf therapeutische und pflegerische Hilfestellung angewiesene Menschen, meist mit Mehrfachbehinderung.
- Vitalfunktionen (Herz, Kreislauf, Atmung) müssen weitgehend stabil sein. Akutmedizinische Komplikationen können auftreten und machen entsprechende Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten erforderlich.
- Begleiterkrankungen dürfen eine beginnende Mobilisierung nicht verunmöglichen (z.B. Hirndruck, instabile Frakturen). Bei Selbstgefährdung bzw. Weglaufgefährdung ist eine entsprechende Überwachung erforderlich.
Schwerpunkte und Ziele der Behandlung
- Abklärung des Rehabilitationspotentials
- Wiederherstellen der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie von Selbsthilfefunktionen
- Entwöhnung von Trachealkanülen, Sonden, Kathetern sowie Aufbau der oralen Nahrungsaufnahme
- Mobilisierung
- Spastikmanagement
- Behandlung und Vermeidung von Sekundärkomplikationen (Kontrakturen, Thrombose, Dekubitus)
- differenzierte Hilfsmittelanpassung
- Planung und Einleitung der weiteren Versorgung
Leistungsspektrum der Abteilung für Frührehabilitation I
- 12 Betten innerhalb einer grosszügig ausgelegten, modernen Spezialabteilung
- 12 Überwachungsplätze mit Monitoring von Vitalfunktionen, Reanimationsalarm, Sauerstoffzufuhr und endotrachealer Absaugvorrichtung
- Medizinische Verlaufsdiagnostik und Fortsetzung der kuraktiven Behandlung (intensivmedizinisch und neurorehabilitativ geschultes Ärzteteam, EKG, Röntgen, Labor, EEG, EP, videoendoskopische Schluckabklärung, Trachealkanülenmanagement, klinische rehabilitationsspezifische Verlaufsdiagnostik und -dokumentation)
- Therapeutisch aktivierende Bezugspflege, gegebenenfalls Intensivpflege
- Interdisziplinäre Therapieräume auf der Abteilung bzw. Therapie im Patientenzimmer
- Mehrere Stunden täglich fachspezifische Einzel- und Doppelbehandlungen im Rahmen eines interdisziplinären Therapiekonzepts
- Spezielle Unterstützung und Anleitung der Angehörigen durch persönliche Beratung, Aufklärung und Einbezug in den Behandlungsverlauf, teilweise im Rahmen einer Angehörigengruppe



